Willkommen in der Kirchengemeinde Gräfensteinberg

Liebe Besucherin, lieber Besucher,
herzlich willkommen auf den Internetseiten der Evang.- Luth. Kirchengemeinde Gräfensteinberg.
Hier finden Sie ein reiches Angebot an Informationen  zu geschichtlichen wie aktuellen Themen, zum Gemeindeleben und zu Glaubensfragen sowie Hilfen fürs Leben, Lieben, Glauben und Hoffen in Gottes Welt.

Hoch oben auf der Höhe von weitem sichtbar, mit einem ebenso weiten Blick ins Land steht die Kirche von Gräfensteinberg: Die St. – Martins – Kirche.

Die Franken gründeten den Ort Gräfensteinberg vor mehr als 900 Jahren. Sie widmeten den ersten Kirchbau ihrem Schutzpatron Martin von Tour. Die Martinskirche in ihrer ursprünglichen Gestalt weihte Bischof Gundekar von Eichstätt in der Zeit zwischen 1070-1075.

Eine kleine Filialkirche findet sich in Brombach – sie ist Johannes dem Täufer geweiht. Ursprünglich wohl eine Taufkapelle.

Heute umfasst die Kirchengemeinde neben Gräfensteinberg die Dörfer Brombach, Geiselsberg, Igelsbach, Seitersdorf, Brand und Geislohe. Insgesamt etwa 850 evangelische Christen.

In den Jahren 2007 und 2008 wurde die St. Martinskirche grundlegend saniert. Nun haben wir eine einladende Kirche. Die Mitte unseres Gemeindelebens sind die Menschen, die zu den Gottesdiensten zusammenkommen. In seiner Besonderheit darf sich jeder eingeladen und willkommen wissen unter dem Geist unseres Herrn Jesus Christus.

Wir freuen uns wenn Sie unsere Kirche besuchen und dort ein wenig Stille finden, vielleicht sogar einen Gottesdienst mit uns feiern.

 

 

              Wir wünschen Ihnen Gottes Segen

              Ihre Kirchengemeinde Gräfensteinberg

 

 

 

Historische Beschreibung zu Gräfensteinberg aus nachstehender Chronik aus dem Jahr 1900:

 

Chronik

der sämmtlichen Ortschaften

im Bzirksamtssprengel

Gunzenhausen

von

Pfarrer Stark, Ostheim

1900

Druck und Verlag von

Pb. Waizmann, Gunzenhausen

Gräfensteinberg

Dieses rechts von der nach Nürnberg führenden Straße auf der Höhe gelegenen, einst Ansbachische Dorf erhielt seinen Namen von Grofjo, d. h. Vorstand. Früher wurde derselbe Grafen- auch Gravensteinberg oder kurz bloß Steinberg geschrieben.
Nach einer alten Tradition soll der Ort um seiner schönen Lage willen Schönort geheißen haben. Schön ist allerdings die Aussicht, welche die dortige Höhe bietet: man überblickt einen großen Teil des fruchtbaren Altmühlthales mit seinen vielen Dörfern und Kirchtürmen, stundenweit öffnet sich der Blick nach Süden und Osten.
Ein Graf soll, weil ihm die Gegend besonders gut gefiel, davon Besitz genommen und ein stattliches Schloß gebaut haben, und davon habe, wie es heißt, das Dorf den Namen Grafensteinberg erhalten. Seit etwa 200 Jahren wird es Gräfensteinberg geschrieben.

Die älteste urkundliche Erwähnung desselben finden wir im 13. Jahrhundert. Damals besaß es ein Herr Wernhard von Steinberg, „der sich nicht erben lassen wollte.“ Von ihm ging es an die Grafen von Oettingen und dann an die Markgrafen von Ansbach über. Mit den andern Ortschaften teilte es das gleiche Geschick, daß es 1792 preußisch und 1806 bayerisch wurde.

Das Pfarrdorf selbst zählte gegen 380 Einwohner, während die Pfarrei über 1000 Seelen umfaßt. Der Flächeninhalt der Gemeindeflur beträgt 2172 Hektar, nämlich 220 Hektar Wiesen, 81 Hektar Weideland, 607 Hektar Acker- und Gartenländereien, 1209 Hektar Wald und 55 Hektar Haus-, Hof- und Wegräume.

Zur politischen, Kirchen- und Schulgemeinde gehören die gegen 2-3 Kilometer weit entfernten Dörfer: Brand (über 100 E.), das Kirchdorf Brombach (102 E.), die Meiler Geiselsberg (84 E.), Geislohe (57 E.) und die Einöde Stirenhof; zur Pfarrei: Igelsbach und Seitersdorf.

Aus vorreformatorischer Zeit ist von diesen Orten außer einer sage von Brombach nichts bekannt. In der ältesten Zeit soll nämlich bei Brombach mitten im Walde eine Einsiedelei gestanden haben, worauf ein Glöcklein hing, welches der Einsiedler täglich dreimal zum Gebet läutete, aber auch etliche Male bei Nacht, um solchen, die sich am Abend verirrt hatten, ein Zeichen zu geben, daß sie sich etwa wieder zurecht finden könnten. Einstmals hatte sich eine reiche Gräfin samt ihrem Gefolge im Walde verirrt und konnte in der tiefen Dunkelheit keinen Weg mehr sehen. Da hörte sie das Glöcklein des Eremiten läuten, und  diesem Umstande hatte sie es zu verdanken, daß sie nicht draußen in der Wildnis übernachten mußte, wo es wegen der damals noch vorhandenen Raubtiere nicht sicher war. Aus Dankbarkeit ließ sie hierauf nahe bei der Einsiedelei eine Kapelle bauen, welche Johannes dem Täufer geweiht wurde. Zur Unterhaltung des Kirchleins schenkte sie die sog. Haide, jetzt Staatswald zwischen Brombach und Gundelshalm. Die Kapelle soll noch zu Anfang des 30jährigen Krieges vorhanden gewesen und von den Österreichern oder Schweden niedergebrannt oder zerstört worden sein. An der Stelle derselben ist nach Beendigung des Krieges die Filialkirche in Brombach gebaut worden, welche heute noch steht. An derselben wird jährlich am Kirchweihfeste vormittags gepredigt und ein Nachmittagsgottesdienst gehalten.

Der Ortsname Brombach bedeutet: Bach mit Dorngesträuchen. Stirenhof = Hof am Stich (Anhöhe).

Das Dorf Gräfensteinberg wurde im 30jährigen Krieg besonders hart mitgenommen. Pfarrer Unfug erkrankte im Jahre 1631 sehr bedenklich infolge der Mißhandlungen, welche er von den feindlichen Soldaten erfahren hatte. Nach einem Bericht des Dekanats Gunzenhausen verlor er „durch die langjährigen Kriegshandlungen, durch Gefängnis und Ranzion“ (d. h. Auslösung, Lösegeld) sein ganzes Vermögen. Ihn trafen die schwersten Drangsale, aber auch seine beiden Nachfolger Kießer und Lacher blieben nicht verschont. Als die Schweden unter dem Feldmarschall Wrangel kamen, verbrannten sie das ganze Dorf, wobei auch das „kostbare schöne Pfarrhaus“ dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nur fünf Häuser blieben noch stehen. Die Einwohner zerstreuten sich bis auf 2 Familien, welche noch im Ort anwesend blieben. An Ostern1648 lag dort das ganze erste Regiment der Wrangel´schen Armee. Was irgend noch aufzutreiben war, nahmen die Soldaten, so daß den wenigen Bewohnern gar nichts mehr übrig blieb. Auch Pfarrer Lacher mußte seinen ganzen Besitz und seine Bücher verbrennen sehen, ohne daß es ihm möglich war, irgend etwas von Wert zu retten. Weil damals Kalbensteinberg und das Rektorat in Gunzenhausen unbesetzt waren, sollte er beide Stellen mit versehen. Das ging über seine Kräfte, weshalb er sich um die Pfarrei Gundelsheim bewarb. Seine Stelle wurde eine Zeit lang von Dornhausen aus versehen, bis sie 1654 mit Gg. Ernst aus Nördlingen wieder besetzt werden konnte.

Unterdessen war auch die beim Brand des Dorfes zerstörte Kirche im Jahre 1653 wieder hergestellt worden.

Wie sich nicht ermitteln läßt, wann die erste Kirche gebaut und die Pfarrei gegründet worden ist, so kann auch das Jahr der Einführung der Reformation nicht angegeben werden. Früher hatte Eichstätt das Patronatsrecht. Als aber in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der dortige Bischof wieder einen katholischen Priester anstellen wollte, wandte sich 1665 die Gemeinde an die markgräfliche Regierung in Ansbach und bat um einen evangelischen Geistlichen, weil sie der evangelischen Lehre zugethan sei. Der Markgraf nahm sich ihrer an, und nach langen Verhandlungen erhielt Gräfensteinberg 1592 einen Pfarrer evangelischer Konfession. Von dieser Zeit an übte der Landesherr auch das Patronatsrecht aus.

Bis zum Jahre 1592 war Haundorf Filial von Gräfensteinberg. Weil aber die Besitzer jenes Ortes, die Herren von Lentersheim und Crailsheim, eine eigene Pfarrei gründeten, wurde Haundorf getrennt.

Als man im Jahre 1864 den schadhaft gewordenen Turmknopf herabnahm, fand man auf der alten Fahne die Jahreszahl 1686 eingegraben. Die Papiere, welche im Innern deponiert waren, sind leider so vermodert gewesen, daß man die Schrift nicht mehr lesen konnte. Die Kirche erhielt 1792 eine Orgel und wurde 1731 renoviert.

Unter der markgräflichen Regierung waren zwei zum Kastenamt Gunzenhausen gehörige Unterthanen, welche unterm  20. Juni 1716 von Karl von Buttlar durch Schenkung dem Hause Brandenburg zufielen, in Gräfensteinberg; nach dessen 1719 erfolgten Tod wurden sie dem Amte Gunzenhausen einverleibt. Ferner waren dort 5 Berolzheimische, 7 Oettingische, 5 Absbergische und 3 Lentersheimische Unterthanen. Zum Kastenamt Spalt gehörten 7, dem Kapitel daselbst 3, dem Spital Nürnberg 2, und einer war Leubelfingisch. Die preußische Regierung hat dieser Zersplitterung ein Ende gemacht.

Als nach der großen Revolution in Frankreich am Ende des vorigen Jahrhunderts wieder lange Kriegszeiten folgten, machten sie sich auch in Gräfensteinberg schwer fühlbar. Allenthalben herrschte Not und Mangel, und die Wohlhabenden kamen um Hab und Gut. Erst unter der bayerischen Regierung erholte sich die Gemeinde nach Wiederherstellung des Friedens wieder.

Nach Einführung der Reformation begann man auch Schule zu halten, aber dieselbe wurde nur von wenig Kindern während des Winters besucht. Gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts wurde auch in Igelsbach eine sog. Winterschule errichtet, aber um 1825 wieder aufgehoben und verfügt, daß die Kinder die Schule in Gräfensteinberg zu besuchen hätten.

Im Jahr 1800 baute man ein neues Schulhaus, weil das alte zu klein geworden war. Die zunehmende Schülerzahl machte eine weitere Lehrkraft nötig. Zuerst stellte man einen Gehilfen an, dessen Stelle 1865 in ein Schulprovisorat umgewandelt wurde.

Das Pfarrhaus wurde vom Staatsärar (Fiskus, Finanzamt, Finanzbehörde) 1893 gründlich renoviert; im folgenden Jahre der Chor der Kirche. Die Empore daselbst, worauf die Orgel stand, hat man entfernt und diese auf die Empore im Schiff versetzt, wozu ein neuer Aufgang hergestellt wurde. Außer der Anschaffung eines gotischen Altars nahm man noch mancherlei Verschönerungen und zweckmäßige Einrichtungen vor. Das Ausmalen besorgte Maler Ortner von Gunzenhausen. Der Boden erhielt ein neues Pflaster und die Stühle wurden mit einem passenden Anstrich versehen. Die neue Kanzel schmücken fünf Bilder. Zur Durchführung dieser Renovierung leistete das Aerar 2700 M  (Goldmark), die Stiftung 1300 M und über 3000 M gab die Gemeinde durch freiwillige Beiträge. Auch an sonstigen Schenkungen ließ es dieselbe nicht fehlen.  Besonders anerkennungswert ist es, daß manche Stifter nicht einmal ihren Namen nannten, weil es ihnen nicht um die Ehre, sondern um die Stiftung zu thun war, welche die Gemeinde nicht weniger dankbar angenommen hat.

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